Sommersonnenwende:

Völkische Szene stärker in den Fokus nehmen

Zu den zahlreichen Feiern der rechtsextremen völkischen Szene aufgrund der Sommersonnenwende sagt der Sprecher für Strategien gegen Rechtsextremismus der Landtagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen, Lasse Petersdotter:

Die Sommersonnenwende ist immer wieder Anlass für Rechtsextreme, an abgelegenen Orten völkische Feste zu organisieren. Dabei werden oft nationalsozialistische Bräuche gepflegt und das "deutsche Volkstum" heraufbeschworen. Diese Feiern, wie beispielsweise die Feier des rechten Verlegers Dietmar Munier aus Martensrade, dienen als ideologiestiftende Netzwerktreffen. Auch der international prominente Holocaustleugner Ernst Zündel zählte bereits zu den Gästen. Muniers Verlag "Lesen & Schenken" ist der bedeutendste geschichtsrevisionistischen Verlag in Deutschland.

Die völkische Ideologie von "Rasse" und Raum trifft besonders Kinder, die in völkischen Familien aufwachsen. Auch sie nehmen an den "Sommersonnenwendfeiern" teil, mit Zöpfen im Haar und mit Fackeln in den Händen. Durch die kriegerische Rhetorik werden Kinder in der völkischen Szene traumatisiert. Hier ist das Kindeswohl gefährdet.

Schleswig-Holstein muss die völkische Szene stärker in den Fokus nehmen. Völkischen Feiern zur Sommersonnenwende muss von Seiten des Staates und der Zivilgesellschaft entschlossen entgegengetreten werden.

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