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Rot-Grüne-Agenda-Politik zeigt Wirkung:

Immer mehr Armut im reichen Deutschland

01. Januar 2014  Im Jahre 2011 waren ca. 13 Millionen KollegInnen, fast jeder sechste, armutsgefährdet. Das geht aus einem Datenreport „Leben in Deutschland“ hervor. Laut dem Bericht stieg der Anteil der ärmeren Bevölkerung von 15,2 Prozent 2007 auf 16,1 Prozent. Als arm gilt, wer 2011 weniger als 980 Euro im Monat zur Verfügung hatte. Besonders betroffen sind KollegInnen in befristeter und/oder Teilzeitbeschäftigung unter 21 Stunden (Minijobs) und in der Leiharbeit.

KollegInnen zwischen 18 und 24 Jahren sowie die 55-64jährigen sind am häufigsten von Armut bedroht. Bei den älteren KollegInnen stieg innerhalb der letzten 4 Jahre das Armutsrisiko von 17,7 auf 20,5 Prozent, bei den jüngeren KollegInnen auf 20,7 Prozent. Armut hat sich in Deutschland vielfach verfestigt. 81 Prozent der KollegInnen die 2011 arm waren, waren dies auch bereits in den letzten 4 Jahren. Ca. 40 Prozent bleiben dauerhaft arm. 2000 betrug die Quote noch 27 Prozent. Außerdem stellt der Bericht fest, dass die Rentenansprüche von NeurentnerInnen der unteren Einkommensschichten seit mehr als 20 Jahren kontinuierlich sinken.

Jobwunder in Deutschland?

42 Millionen Menschen hatten 2012 eine bezahlte Arbeit. Das Arbeitsvolumen, die Zahl der geleisteten Stunden, lag im Jahre 2012 aber unter dem Wert von 1991!! Durch die Ausweitung des Niedriglohnsektors sind mehr KollegInnen in Arbeit gekommen, allerdings mit geringerem Einkommen und sozialer Absicherung. Außerdem arbeiten immer mehr Menschen gewollt oder unfreiwillig in Teilzeit.

Arme sterben früher

Der Datenreport stellte weiter fest, mit der wachsenden Armut sinkt auch die Lebenserwartung der betroffenen KollegInnen. Die Lebenserwartung von Männer mit niedrigem Einkommen liegt im Schnitt fast um 11 Jahre unter der von Männern mit hohem Einkommen. Bei unseren KollegInnen beträgt der Unterschied 8 Jahre.

Demokratie der Besserverdienenden?

Nach einer Studie der Bertelsmann gehen arbeitslose und ärmere Menschen in Deutschland seltener wählen. 71,5 Prozent der Wahlberechtigten haben sich im September an der Wahl beteiligt. Offensichtlich sind die „Wahlverweigerer“ Menschen die sich abgehängt fühlen und abgehängt wurden. Die 71,5 Prozent Wahlbeteiligung ist ja nur ein Durchschnittswert. Im „reichen Stadtteil Hahnwald in Köln betrug die Wahlbeteiligung 89 Prozent, im armen Stadtteil Chorweiler lag die Wahlbeteiligung bei 42 Prozent. In Hamburg hat die Studie ergeben, dass sich in den mit der niedrigsten Wahlbeteiligung, gemessen an den Stadtteilen mit der höchsten Wahlbeteiligung: 36 Mal so viele Haushalte aus ökonomisch schwächeren Milieus, doppelt so viele Menschen ohne Schulabschluss und fünfmal so viele Arbeitslose, befinden.

(hg)