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Extremismusdebatte

Rinks und Lechts… Alles das Gleiche? Mitnichten!

01.02.2011 Nicht erst seitdem die schwarz-gelbe Regierung im Amt ist und ihre Familienministerin Kristina Schröder  bereitwillig rund 2 Mio. Euro Fördergelder zur Bekämpfung und Prävention von „Linksextremismus“ bereitstellte, geistert der unsägliche Extremismusbegriff durch die deutsche Politik und Medienlandschaft.  Die sich selbst zu Sozialwissenschaftlern erhebenden Extremismustheoretiker zeichnen dabei das Bild einer „bürgerlich-demokratischen Mitte der Gesellschaft“, die sich ständig der Bedrohung durch ExtremistInnnen verschiedener Coleur ausgesetzt sieht.

Diese sich selbst als „demokratische Mitte“ bezeichnenden Verfechter der bürgerlich-kapitalistischen Ordnung verwenden dabei gerne die Metapher des Hufeisens, dessen äußere Ränder scheinbar nicht weit von einander entfernt sind. Das Ziel der Etablierung der Extremismustheorie ist nichts weiter als die Gleichsetzung aller von der bürgerlich-kapitalistischen Ideologie abweichenden Weltanschauungen - völlig unabhängig davon, ob diesen, wie dem Faschismus ein zutiefst menschenverachtendes (und letztlich auch mörderisches) Weltbild zu Grunde liegt oder ob sie, wie der Kommunismus, auf die Befreiung aller Menschen von jeglicher Unterdrückung abzielt. Ferner erleichtert diese Sichtweise der Extreme die Kriminalisierung des notwendigen antifaschistischen Engagements enorm und verschleiert, wie tief rassistisches, antisemitisches und sozial-darwinistisches Denken oft in jener viel beschworenen Mitte der Gesellschaft verankert ist. Dass die Herrschenden ausgerechnet jetzt die „Extremismuskeule“ schwingen, geschieht nicht ohne Grund: Im Zuge der größten Weltwirtschaftskrise seit 1929 treten die Widersprüche der kapitalistischen Ordnung immer deutlicher zu Tage. Aus Angst davor, dass die Menschen diese erkennen und nach Alternativen suchen, soll ihnen eingetrichtert werden, dass es eben keine Alternativen zum Kapitalismus gäbe bzw. dass diese alle eine Bedrohung für die Menschen darstellen, die es abzuwehren gelte. Kurz: Der Kapitalismus soll als „Ende der Geschichte“ in die Köpfen der Menschen einbetoniert werden. Es liegt auch an uns, zu zeigen, dass der Kapitalismus nicht das Ende der Geschichte ist!
(SDAJ)

Pfingstcamp der SDAJ vom 10.-13. Juni 2011 in Falckenstein

Kommunismus unter Palmen und am Meer?

Nicht ganz, aber fast so wird es über Pfingsten am Falckensteiner Strand aussehen. Die SDAJ veranstaltet ihr diesjähriges Pfingstcamp in Kiel bzw. am Falckensteiner Strand. Neben dem Meer, den netten Leuten, guten Kubanischen Cocktails und dem hoffentlich schönen Wetter hat das Camp noch einiges mehr zu bieten. Es werden inhaltliche Diskussionsrunden z. B. zum Thema „Bundeswehr raus aus den Schulen“ stattfinden.

Außerdem wollen wir über Möglichkeiten von Jugendlichen diskutieren, sich gegen die zunehmende Spar- bzw. Umverteilungspolitik der Regierung stark zu machen. Aber für uns ist in Deutschland nicht Schluss, wir wollen auch über die großen Streik- und Protestbewegungen in Griechenland, Portugal und Frankreich sprechen.

Falls auch du Lust hast mit uns gemeinsam zu feiern, am Strand zu liegen und zu diskutieren, melde dich einfach unter E-Mail: sdaj-sh@gmx.de oder komme direkt vom 10.-13. Juni zum den Falckensteiner Strand.

Kosten: für 3 Übernachtungen, mit Vollverpflegung  25 Euro, wenn du nur mal einen Tag vorbeischauen willst, ist das natürlich kostenlos.