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Gewerkschaftsticker

01. Juni 2018 Reiner Hoffmann ist auf dem 21. Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Berlin mit 76,3 Prozent der Stimmen als DGB-Vorsitzender wiedergewählt worden. Elke Hannack als stellvertretende DGB-Bundesvorsitzende wiedergewählt. Stefan Körzell und Annelie Buntenbach im Vorstand wurden bestätigt. (DGB)

Für nachhaltigen Wohlstand und soziale Gerechtigkeit. Hoffmann: „Höchste Zeit für einen Aufbruch in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik.“ Eine „neue Orientierung für nachhaltigen Wohlstand und soziale Gerechtigkeit“ hat der 21. DGB-Bundeskongress von der Bundesregierung gefordert. Einen entsprechenden Initiativantrag haben die Delegierten einstimmig beschlossen. „Die angekündigte Rückkehr zur Parität in der Gesetzlichen Krankenversicherung und die Einführung einer Brückenteilzeit, das klare Bekenntnis zu Reformen in der Renten- und Bildungspolitik und mehr Investitionen in einen handlungsfähigen Staat sind wichtige Etappenziele und unsere Erfolge“, heißt es in dem Beschluss. (DGB)

DGB-Vorsitzender will digitalen Kapitalismus zivilisieren und fordert Ende des „digitalen Tagelöhnertums“ (DGB)

Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst. "Die Hemmschwelle ist extrem gesunken" Sie werden beschimpft, bespuckt und mit dem Messer bedroht – einfach nur, weil sie ihren Job machen. Auf dem DGB-Bundeskongress in Berlin berichten Beschäftigte aus verschiedenen Berufen, wie sie Gewalt im Alltag erleben.(DGB)

Im bundesweiten Tarifkonflikt zwischen ver.di und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) für die Beschäftigten im Geltungsbereich des DRK-Reformtarifvertrages ist die dritte Verhandlungsrunde ergebnislos beendet worden. ver.di fordert Entgelt-steigerungen von 7,5 Prozent, mindestens jedoch 200 Euro pro Monat. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 150 Euro pro Monat angehoben werden. (ver.di)

Die EVG hat die Tarifverhandlungen für ihre Mitglieder bei den Eisenbahnlaufwerken Halle abgeschlossen. Demnach bekommen die Beschäftigten insgesamt 80 Euro mehr Geld. Die Einkommen steigen in zwei Stufen. Ab dem 1. Juli 2018 gibt es 50 Euro mehr und ab dem ersten Januar 2019 noch einmal 30 Euro mehr pro Monat. Zusätzlich bekommen die Beschäftigten eine Einmalzahlung in Höhe von 912 Euro. (EVG)

Nachdem bereits der Beitritt zum Fonds soziale Sicherung ab Januar 2019 vereinbart ist, bekommen die Beschäftigten der Transdev Service GmbH insgesamt 5,1 Prozent mehr Geld. Ab dem 1. Januar 2018 steigen die Löhne um 2,5 Prozent und ab dem 1.Januar 2019 um weitere 2,6 Prozent. (EVG)
Deutschlandweit höchstes Lohn-Plus für Bauarbeiter. Das Schlichtungsverfahren für die rund 800.000 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe wurde erfolgreich beendet. Demnach bekommen Facharbeiter rund 200 Euro mehr pro Monat. Auszubildende erhalten monatlich in den ersten drei Jahren ihrer Ausbildung im Westen 65 Euro und im Osten 60 Euro mehr Geld und bundesweit ein 13. Monatseinkommen. (IG Bau)

Die EVG hat bei der Alstom Lokomotiven Service GmbH Stendal einen Tarifabschluss erreicht. Demnach bekommen die Beschäftigten ab dem 1. Juni 2018 100 Euro mehr Gehalt in zwei Stufen. Die Ausbildungsvergütungen steigen ebenfalls in zwei Stufen um jeweils 30 Euro. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2019. (EVG)

IG Metall und Arbeitgeber haben ihre Gespräche über kürzere Arbeitszeiten in der ostdeutschen Textilindustrie begonnen. Dazu hatte sich der Arbeitgeberverband beim Tarifabschluss 2017 verpflichtet. Die IG Metall strebt einen verbindlichen Weg zur 37-Stunden-Woche an. Derzeit arbeiten die Textil-Beschäftigten im Osten 40 Stunden in der Woche. (IG Metall)

Warnstreikwoche der studentischen Beschäftigten. Nach bisher acht Verhandlungsrunden mit den Hochschulen und dem Arbeitgeberverband sind die studentischen Beschäftigten in Berlin für eine volle Arbeitswoche in den Warnstreik getreten. „Die Zeit des Wartens ist vorbei“, hieß es. (GEW)

Fortschritt bei Gesprächen zwischen ver.di und Ryanair. In den Gesprächen zwischen der Fluggesellschaft Ryanair und ver.di wurden die Weichen für die Aufnahme von Tarifvertragsverhandlungen gestellt. „Nur ein Tarifvertrag kann nachhaltige Verbesserungen und gleichwertige Arbeitsbedingungen für alle Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter bei Ryanair in Deutschland sicherstellen“, bekräftigte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle. Die Wahl für eine Tarifkommission, die in den Verhandlungen die Interessen der Kabinenbeschäftigten an den augenblicklich zehn Basen in Deutschland vertritt, beginnt in der nächsten Woche. Ryanair hatte ver.di Mitte April ein Angebot für eine Annerkennungsvereinbarung unterbreitet und Gespräche angeboten. (ver.di)

In einem offenen Brief fordern die DGB-Frauen in einem breiten Bündnis von 26 Verbänden und Organisationen §219a StGB aufzuheben. Die unterzeichnenden Organisationen fordern umfassende Informationsfreiheit über Schwangerschafts-abbrüche und Rechtssicherheit für Ärztinnen und Ärzte. (DGB)

Christiane Benner, Zweite Vorsitzende der IG Metall, hat Arbeitgeber und Politik dazu aufgefordert, den durch die Digitalisierung zu erwartenden gesellschaftlichen Umbruch gemeinsam mit der IG Metall zu gestalten. Die Gewerkschafterin kritisierte die fehlenden Konzepte der Arbeitgeber: "Über zwei Drittel der Führungskräfte haben nach eigenen Angaben keinerlei Ahnung, wozu die Digitalisierung in den Betrieben führt. Das ist fahrlässig! Deshalb braucht es in jedem Betrieb einen genauen Strategieplan für Digitalisierung. Jede und jeder Beschäftigte hat ein Recht zu wissen, was auf sie oder ihn zukommt. Wir lassen die Arbeitgeber nicht aus der Verantwortung", sagte Benner. (IG Metall)


(Zusammengestellt von hg)