Beiträge

Kiel gegen Rassismus

DGB gegen Nazis FRG 3

Foto: F®itz - R. Gössel

01. Oktober 2018 Am 3. September folgten gut 4.000 Menschen einem Aufruf des DGB, des Flüchtlingsrates und anderer zu einer Kundgebung au dem Kieler Rathausplatz unter dem Motto „Für Respekt und Menschenwürde! - Für Solidarität und Mitmenschlichkeit!“ Anlass waren die rassistischen Ausschritungen in Cehmnitz. Der Flüpchtlingsrat schrieb iim Vorfeld der Demo: „Sieben Jahrzehnte nachdem der parlamentarische Rat mit den Worten „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ eine klare und unmissverständliche Haltung gegen die menschenverachtende Gewaltherrschaft von 1933 bis 1945 im Grundgesetz verewigt hat, müssen wir erleben, dass in unserem Land wieder Menschen angegriffen, gejagt, gehetzt und tödlich verletzt werden.

Die enormen gesellschaftlichen Herausforderungen, für die momentan anscheinend viele am rechten Rand nach Antworten suchen, können allerdings nicht mit selbstzerstörerischer Wut, Hass, Gewalt oder mit Attacken auf die Schwächeren gelöst werden.

Das in diesen Tagen einmal mehr eskalierende Problem von Ausgrenzung und Gewalt gegenüber Geflüchteten und anderen – manchen Falls nur scheinbar - Nichtdeutschen steht in einer unheiligen Tradition rassistischer Vorfälle, denen seit über 25 Jahren in Ost und West Menschen mit Migrationshintergrund zum Opfer fallen. Hoyarswerder, Lübeck, Mölln, Solingen und die Tatorte des NSU sind nur einige Wegmarken hin zu den aktuellen rassistischen Gewalteskalationen in Chemnitz, Wismar und an anderen Orten.“

Am gleichen Tag demonstrierten auch in Hannover 3.000 Menschen gegen Rassismus und rechet Gewalt. Zwei Tage später, am 5. September gingen in Hamburg über 10.000 Menschen auf die Straße, um gegen eine Pegida-inspirierte Anti-Merkel-Demo zu protestieren. Doc die wenigsten davon waren sicherlich Merkel-Fans. Am 8. September fand außerdem in Neumünster eine Demonstration unter dem Motto Wir sind mehr – Der Norden gegen Rechts” mit über 600 Teilnehmern statt. Nach Redaktionsschluss und kurz vor Erscheinen dieser Ausgabe sollte schließlich in Hamburg iunter dem Motto „We'll come United“ demonstriert werden. Aus Kiel wurde voraussichtlich eine gemeinsame Zugfahrt organisiert.

Und wer das alles verpasst hat (und die anderen auch) sollte auf jeden Fall am 13. Oktober zur #unteilbar Demo nach Berlin fahren.

 

(wop)