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Seenotrettung ist Menschenrecht

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Bilder: Ulf Stephan

01. Oktober 2018 Am Samstag, den 1. September veranstaltete die Kieler Seebrücke-Gruppe einen Flashmob in der Holstenstraße und auf dem Wasser an der Kiellinie. Die Aktionen waren Teil europäischer Aktionswochen, die auf die Kriminalisierung der Seenotrettung und das Ertrinkenlassen im Mittelmeer aufmerksam machen sollten. Da Seebrücke-Netzwerk hat sich im Sommer spontan als Reaktion auf die Blockade mehrere ziviler Seenotrettungsboote im Mittelmeer gebildet. Malta, Griechenland und Italien versuchen die Flüchtlingsunterstützung und das retten von Flüchtlingen aus Seenot zu kriminalisieren. Verschiedene Boote liegen in den Häfen fest, Kapitäne, Crew-Mitglieder und Unterstützer auf den griechischen Inseln müssen sich vor Gerichten verantworten und wurden, insbesondere in Griechenland, unter konstruierten Anschuldigungen inhaftiert.

 

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In einem Appell, der im Internet als Petition unterschrieben werden kann, an Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und die Ratsversammlung heißt es: „Gemeinsam haben wir als Kieler*innen die Chance, ein wichtiges politisches Zeichen zu setzen und ein Signal für die Menschlichkeit zu senden. Kiel hat genügend Raum und Möglichkeiten (vor allem durch die Unterkünfte, die 2015 geschaffen wurden), Menschen in Not einen sicheren Hafen zu gewährleisten. Das Engagement und der Wille vieler (Neu-)Kieler*innen zeigt, dass Kiel eine weltoffene Stadt ist, die bereit ist zu handeln!

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Daher fordern wir, die Abschottungspolitik der EU, die allen Prinzipien der Humanität und der Menschenrechte widerspricht, zu durchbrechen. Es ist absurd, dass Menschen, die Menschenleben retten wollen, daran gehindert werden. Das bewusste Sterbenlassen darf nicht länger toleriert werden! Dadurch, dass Kiel als positives Vorbild voran schreitet, können wir gemeinsam mit anderen Städten die Bundesregierung zum Handeln bewegen.“ Der OB wird aufgefordert, sich aktiv für die Aufnahme aus dem Mittelmeer geretteter Menschen in Kiel einzusetzen und die Stadt zum „sicheren Hafen“ zu erklären. Er solle ein Zeichen frür die Seenotrettung und gegen deren Kriminalisierung setzen und einen entsprechenden offenen Brief der Bürgermeister und Bürgermeisterinnen Düsseldorfs, Kölns, Bonns und weiterer Städte an Bundeskanzlerin Angela Merkel und unterstützen.                   (wop)

https://weact.campact.de/petitions/kieler-appell-fur-seenotrettung-und-einen-sicheren-hafen