Beiträge

IHK will Flughafen erhalten

Den Erhalt des Flughafens Holtenau verlangt die IHK derweil er jährlich 1,3 Mio. Euro verschlingt. Und dies obwohl seit 2006 (!) keine Linie mehr fliegt und der Flugplatz nur noch selten von Organtransporten oder Kamikazefliegern für das Schießgebiet Putlos/Todendorf kommerziell benutzt wird. Bedauerlich ist nur, dass bei einer Schließung des Flughafens die Sportfliegerei wegfällt, die meist am Wochenende stattfindet, aber keine größere Belastung darstellt. Die viel zitierte Luftrettung benötigt den Flughafen genauso wenig wie das Hubschrauberkommando des MFG 5, die nun aber definitiv 2012 verschwinden.

Die von ver.di und DGB-Chef Ralph Müller-Beck erwähnten 1.000 Arbeiter auf dem Flughafengelände wurden bisher weder an einem Eingang noch an einem Arbeitsplatz gesichtet. Einer Schließung des Flughafens Holtenau steht von daher nichts im Wege, sondern eröffnet den Menschen in der Region großartige  Möglichkeiten bei Nutzung des Wasserzugangs wie auch für den Zusammenschluss der seit Jahrzehnten getrennten Kieler Stadtteile Holtenau und Friedrichsort. Völlig daneben wäre allerdings die von der Kieler Seehafengesellschaft angedrohte hafenwirtschaftliche Nutzung für den Containerumschlag. Der derzeitige Zusammenbruch des Welthandels zeigt, dass dies der falsche Weg ist, zumal der Ostuferhafen  kaum ausgelastet ist und im Rahmen der Konversion des Marinestützpunktes in absehbarer Zeit weitere gut ausgebaute Hafenflächen an der Tirpitzmole für Handel und Fährverbindungen frei werden.