Beiträge

Bündnis gegen Kieler Trialog

01.01.2010 Für ein Bündnis gegen den Kieler Trialog trafen sich am 10.12.2009 ca. 30 AktivistInnen aus antimilitaristischen Bewegungen und Teilen der Friedens- und Antikriegsbewegung. Der ursprüngliche Celler Trialog aus Wirtschaft, Politik und Bundeswehr soll dieses Jahr in Kiel stattfinden. Das selbsternannte Diskussionsforum für Außen- und Sicherheitspolitik wurde initiiert vom Aufsichtsratsvorsitzenden der Commerzbank Klaus Peter Müller und dem Verteidigungsministerium. Hinter der beabsichtigten „Vertiefung des Dialogs zwischen Bundeswehr und Gesellschaft“ steckt die Militarisierung der Gesellschaft nach innen und außen und die Ausrichtung auf Aufrüstung und kriegerische Auseinandersetzungen zur Eroberung von Ressourcen und Sicherung von Handelswegen.

Das neue Bündnis sieht in den Protesten gegen den Kieler Trialog gute Chancen, die antimilitaristische Positionen in der Gesellschaft zu verbreitern, die anti-militaristische Debatte voranzutreiben, um die enge Verbindung zwischen Bundeswehr, Politik und der Interessenvertretung deutscher Rüstungskonzerne anzuprangern. Bis zu dem Kieler Trialog, der vermutlich im Herbst stattfinden wird, plant das Bündnis verschiedene antimilitaristische Aktionen und Veranstaltungen, z.B. gegen die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan, gegen die  Militarisierung der Kieler Woche und gegen die Rüstungsproduktion in Kiel. Die Anerkennung des Trialogs als legitime gesellschaftliche Instanz wird bestritten. Das Bündnis trifft sich ab dem 19.1. alle 14 Tage um gemeinsame Aktionen vorzubereiten. Infos gibt es unter: http://kein-trialog.so36.net/

(uws - LinX 01-2010)